Wasser für den Fluss

15.07.19

IC Infraconsult führt in diesen Sommerwochen verschiedene Dotierversuche bei den Wasserkraftwerken Châtelard (VS), Vernayaz (VS) und Etzelwerk (SZ) durch. Dabei werden ausgewählte Wassermengen in den Flussabschnitten unterhalb der Wasserentnahmestellen belassen, um die nach Gewässerschutzgesetz geforderte Restwassermenge zu bestimmen. IC Infraconsult und ihre Partnerbüros (Aquarius Sàrl, Nivalp SA, Limnex AG, Fischwerk) beurteilen die Fischgängigkeit und das Landschaftsbild. Als Teil des Bundesinventars (BLN) gehören die von den aktuellen Untersuchungen betroffenen Fliessgewässer Trient, Triège und Sihl zu den wertvollsten Landschaften der Schweiz.

Die Wasserkraftwerke entnehmen den Gewässern Wasser, um damit erneuerbare, CO2-arme Elektrizität herzustellen. Damit die Flüsse ihre natürlichen Funktionen weiterhin erfüllen können, braucht es auch unterhalb der Entnahmestelle genügend Wasser im Flussbett. Fliessgewässer dienen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, sie speisen Grundwasser ein und sie bauen Schadstoffe ab. Als Qualitätselement der Schweizer Landschaft tragen Flüsse zudem zur touristischen Wertschöpfung bei. Bei Neukonzessionierungen von Wasserkraftwerken, ist das Festlegen der angemessenen Restwassermengen daher von grosser Bedeutung.

 

Weitere Informationen des Bundesamts für Umwelt: