Zurück

Fruchtfolgeflächen auf dem Prüfstand

IC Infraconsult beprobt in diesen Sommermonaten verschiedene landwirtschaftliche Böden im Kanton Bern auf ihre Eignung als Fruchtfolgeflächen FFF. Stimmen die Landbesitzenden zu, ziehen Denise Lang und David Remund mit Flügelbohrer und Spaten los, um die pflanzennutzbare Gründigkeit zu erheben. Dafür kartieren sie Bodeneigenschaften wie Bodenmächtigkeit, Wasserhaushalt und Steingehalt.

Die anhand einer GIS-Analyse und in Absprache mit dem Kanton ausgewählten landwirtschaftlichen Flächen weisen geeignete topografische und klimatische Verhältnisse auf. Wird im Feld eine ausreichende pflanzennutzbare Gründigkeit nachgewiesen, können die Flächen dazu dienen, den durch ein Bauprojekt bedingten FFF-Verlust zu kompensieren.

Landwirtschaftsland steht unter starkem Druck durch Flächenansprüche für Siedlung und Mobilität. Mit dem Sachplan Fruchtfolgeflächen will der Bund einen Mindestumfang der wertvollsten Ackerböden der Schweiz schützen und die Ernährungssicherheit der Bevölkerung garantieren. Seit 2020 müssen Bundesvorhaben eine Vorbildfunktion wahrnehmen und ihren FFF-Verbrauch kompensieren.

 

Die ersten 60 cm werden mit dem Spaten ausgehoben. Anschliessend wird mit dem Flügelbohrer die Grenze zum Untergrund (C-Horizont) eruiert.
Kartierung der Bodeneigenschaften – zweitweise mit neugierigen Zuschauerinnen.